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ALARM FÜR NIELS
 



Jederzeit kann es passieren: Der Alarmpiepser ruft zum Einsatz. Lesen Sie, wie das für FF-Winterhude-Mitglied Niels aussehen könnte:

3:50 - FEUER IN WINTERHUDE

Mittwochnacht: „Feuerwehr und Rettungsdienst in Hamburg, wo genau ist der Notfallort?“, so spricht der Disponent in der Einsatzzentrale einen Anrufer auf der Notrufleitung 112 an. Heute Nacht ist nicht viel los, doch der Mann am anderen Ende der Leitung ist aufgeregt. Nach genauem Fragen ist klar, in Winterhude sollen mehrere Autos brennen. Der Feuerwehrbeamte tippt den Straßennamen und weitere wichtige Daten in den Computer ein – der schlägt im Bruchteil
einer Sekunde die Alarmierung des Berufsfeuerwehr-Löschzuges Barmbek und der Freiwilligen Feuerwehr Winterhude vor. Mit einem Tastendruck bestätigt der Disponent diesen Vorschlag und löst die Alarmierung aus.

3:51 - ALARM

Niels schläft fest. Sein Wecker ist auf 6.30 Uhr gestellt, denn er plant morgen etwas früher als sonst zur Arbeit zu gehen. Am Nachmittag hat er eine Verabredung. Er möchte rechtzeitig Feierabend machen. Der schrille Alarmton seines Meldeempfängers reißt ihn aus dem Schlaf.

3:52 - VON 0 AUF 100

Irritiert schlägt Niels auf den Wecker ein – es dauert ein paar Sekunden, bis ihm klar wird: Alarm. Auf dem Stuhl neben dem Bett liegen extra ein paar Sachen bereit, in die er bei Alarm schnell hereinschlüpfen kann. So richtig wach wird er erst, als er mit dem Fahrrad über den Wiesendamm Richtung Feuerwache fährt.



3:54 - UMZIEHEN

Niels trifft an der Wache ein. Der Motor des ersten Löschfahrzeugs brummt schon. Die ersten seiner Kameraden haben sich gerade umgezogen. Auch Niels zieht sich seine Einsatzkleidung an. Der Vorgang nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch. Die Schutzhose ist schon über die Feuerwehrstiefel gestülpt, muss nur noch an den Trägern hochgezogen werden. Jetzt noch Jacke an, Helm auf und der Griff zur Dose mit der Atemschutzmaske.


3:55 - DANN AUSRÜCKEN

Auf dem Löschfahrzeug ist der Platz des Angriffstruppmanns noch frei. Dort nimmt Niels Platz, somit ist er derjenige, der mit dem Strahlrohr vorgehen wird, um das Feuer zu löschen. Darum beginnt er sofort die Atemschutzausrüstung anzulegen. Um 3.55, fünf Minuten nach dem ersten Anruf in der Feuerwehr-Leitstelle, rückt das Fahrzeug „Florian Hamburg Winterhude 1“ mit neun Mann Besatzung aus.

3:59 - KLARHEIT GIBT'S ERST VOR ORT

Foto: Röer
Auf der Anfahrt sind der Mannschaft nicht mehr als die Alarmmeldung „brennen PKWs“ und der Einsatzort bekannt. Niels weiß noch nicht genau, was ihn dort erwartet. Der Gruppen- führer, Chef der Löschgruppe auf dem Fahrzeug, gibt vorsorglich schon mal die Lage der nächsten Hydranten bekannt.
Fast zeitgleich mit einer Einheit der Berufsfeuerwehr kommt das Fahrzeug der FF Winterhude am Einsatzort an. In zwei benachbarten Straßen brennen insgesamt sechs Autos. Der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr teilt Ein- satzabschnitte ein. Niels übernimmt zusammen mit seinem Truppführer die Brandbekämpfung eines PKWs.

5:51 - EINSATZENDE
Die Autos brannten komplett aus. Bis jedes Glutnest auch tatsächlich gelöscht war, musste eine Menge Löschwasser und später auch Schaum eingesetzt werden. Die auseinanderliegenden Brandorte erschwerten die Brandbe- kämpfung zusätzlich. Niels stand zweimal jeweils 20 Minuten mit der Atemschutzausrüstung direkt an den Flammen und löschte.
Inzwischen ist es früher Morgen, kurz vor sechs. Niels und seine Kameraden haben die Einsatzstelle aufgeräumt und treten nun die Fahrt zurück zur Feuer- wache an.

Doch die Arbeit ist noch nicht getan. Die Ausrüstung muss gesäubert und wieder einsatzbereit gemacht werden. Durch den Schaum ist das Gerät verschmutzt worden.

6:29 - EINSATZENDE
Niels ist wieder zuhause. Kaum ist er durch die Haustür, klingelt auch schon sein Wecker. Nun geht der normale All- tag los: Duschen, Frühstück – heute mit besonders starkem Kaffee – und dann ab zur Arbeit. Hoffentlich kann er in der kommenden Nacht seinen versäumten Schlaf nachholen.