|   |
4. Juni 2026
FF WINTERHUDE AUF DER INTERSCHUTZ
Die Interschutz-Messe in Hannover ist die größte Messe für Feuerwehr und Katastrophenschutz weltweit! Zwei Teams aus der FF Winterhude waren dabei und haben bei einem Wettkampf mitgemacht.
1.772 Aussteller aus der ganzen Welt lockten im Juni 140.000 Menschen auf das Gelände der Deutschen Messe in Hannover. Es war wieder Interschutz, die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.
Alle namenhaften Hersteller von Werkzeugen, Ausstattung, Bekleidung oder Fahrzeugen zeigten ihre neuesten und größten Entwicklungen. Bronto Skylift aus Schweden präsentierte ihr 104 Meter hohes Hubrettungsfahrzeug, Scania stellte erstmals das CrewCab-Fahrgestell mit Elektroantrieb vor, das DRK demonstrierte ein komplettes Zelt-Krankenhaus, und so weiter und sofort.... Auch Drohnen-, Roboter- und Softwarehersteller stellten den Trend der heutigen Zeit dar: Bei der Feuerwehr hat längst der Einsatz von künstlicher Intelligenz Einzug erhalten und konnte hautnah erlebt werden. Neben all den Ausstellungen von Werkzeug, Maschinen und Neuheiten fanden auch Feuerwehr-Wettkämpfe statt. Einer davon die 'Mayday Rescue Challange', kurz MaRec, ausgerichtet vom Hamburger TFA-Team. Das TFA-Team ist ein Zusammenschluss von Hamburger Feuerwehrleuten, egal ob von Berufs- oder freiwilliger Feuerwehr. Gemeinsam betreiben sie eine Art Sportgruppe, die sich auf Atemschutzfortbildungen spezialisiert hat und diese regelmäßig trainiert. Teil des TFA-Teams sind auch zwei Kameraden aus der FF-Winterhude, die diesen Wettkampf mit ausgearbeitet und organisiert haben. Auf der Interschutz hat das TFA-Team drei Aufgabenstellungen aufgebaut, die von teilnehmenden Teams absolviert werden mussten. In allen drei Aufgaben wurde mithilfe von Übungsdummys je eine verletzte Feuerwehrkraft simuliert, die aus einem Gefahrenbereich gerettet werden musste. ![]() Aufgabe 1: Eine Einsatzkraft hat in einer aus Paletten, Mobiliar und diversem Unrat nachgestellter Messi-Wohnung Bewusstsein und Orientierung verloren und muss unter Zeitdruck gerettet werden. Besonders brisant: das Opfer in Form einer 80kG schweren Puppe lag am Ende der dargestellten Wohnung hinter einer verschlossenen Tür, die es zunächst aufzubrechen galt. Aufgabe 2: Eine Einsatzkraft ist in einen Schacht eingebrochen, hat sich verletzt, muss aus dem Schacht gehoben und gerettet werden. Es galt die 80kG schwere Puppe aus einer Tiefe von ca. 3 Metern zu retten. Aufgabe 3: Eine Einsatzkraft hat sich in einem Parkour verirrt und den eigenen Luftvorrat aufgebraucht. Die Einsatzkraft muss erreicht, der Luftvorrat innerhalb eines Zeitfensters sichergestellt und das Opfer aus dem Gefahrenbereich - also dem Parkouranfang zurück gebracht werden. ![]() Alle Aufgaben mussten unter schwerem Atemschutz absolviert werden, die mitzunehmende Ausrüstung konnte zuvor durch die Teams nach belieben zusammengestellt werden. Taktik und Geschick, aber auch Teamgeist und Kommunikation spielten in allen drei Übungen eine große Rolle. Unter den vielen teilnehmenden Teams aus aller Welt waren auch zwei Teams mit je vier Kameraden aus der FF Winterhude: ![]() Kimberly, Paulina, Mikkel und Johannes ![]() Max, Fabian, Tymur und Rasmus
Team 1 startete am Donnerstag als erstes mit der Rettung aus der Messi-Wohnung. Bevor es allerdings los gehen konnte, wurden den Probandinnen Blut abgenommen und sie wurden mit Temperatur- und Pulssensoren ausgestattet. Die Temperatur- und Pulswerte konnten jederzeit auf Bildschirmen verfolgt werden, außerdem werden die gesammelten Daten aller Teams nachträglich von Wissenschaftlern der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) ausgewertet. Das Ziel der wissenschaftlichen Ausarbeitung sind Erkenntnisgewinne mit daraus resultierenden möglichen Maßnahmen künftiger Einsatztaktiken im Feuerwehralltag.
Dann ging es los für Team 1. Schnell kämpften sie sich durch die unordentliche Wohnung. Die ersten beiden im vorderen Teil kümmerten sich darum, den Weg zu bahnen, und die hinteren beiden brachten das Equipment zur Rettung mit. Aufgabenteilung war ein wichtiger Punkt, um die Belastung aufzuteilen und so die Aufgabe meistern zu können. Die Öffnung der Tür, hinter der das Opfer lag, gestaltete sich jedoch als sehr kräftezehrend, weshalb wichtige Zeit verloren ging. Das war leider der Grund, warum die Aufgabe kurz vor dem Erreichen des rettenden Ausgangs von der Übungsleitung als "nicht erfolgreich beendet" abgebrochen wurde - die 25 Minuten Zeitvorgabe war abgelaufen. Besser lief es hingegen in den anderen beiden Aufgaben, die, zwar nicht in Bestzeit, aber absolut akzeptabel abgearbeitet werden konnten. ![]() Das Ergebnis von Kimberly, Paulina, Mikkel und Johannes kann sich wirklich sehen lassen, aber das wichtigste war ohnehin: lehrreiches Training und jede Menge Spaß! Am Freitag durfte dann das zweite Team ran. Die vier Jungs waren im Umgang mit ihren Werkzeugen etwas geschickter und konnten alle drei Übungen adäquat absolvieren. Die Aufgabe mit der Schachtrettung wurde sogar mit Bestzeit beendet. ![]() Mehr zu sehen von den Tagen in Hannover sowie auch die Videos von den Wettkämpfen gibt es auf unserem Instagram-Kanal, und wer weiß: Vielleicht sehen wir uns im Juni 2030 in Hannover, wenn es wieder heißt: "Mayday auf der Interschutz" ![]() |
leichte Sprache
facebook






